Medienpädagogisches Konzept der St.-Ursula-Realschule
Der rasche technologische Wandel unserer Gesellschaft und
somit auch des Arbeitslebens stellt neue Ansprüche und Herausforderungen an
unsere Schüler und Schülerinnen, aber auch an das Kollegium.
Kenntnisse in der Informations- und Kommunikationstechnologie ( kurz: Infokom)
sind Grundvoraussetzungen einer schulischen Vorbereitung auf das Berufsleben.
Dem tragen fast alle Richtlinien und Lehrpläne der Realschule Rechnung, indem
sie Beiträge zur informationstechnischen Grundlagenbildung einfordern. Für
einige Fächer wird diese Forderung in den Lehrplänen nicht näher konkretisiert,
für andere geben die Richtlinien und Lehrpläne präzise Vorgaben.
Neben dem Erlernen der technischen Seite stellt der Erwerb von Medienkompetenz
einen ebenso wichtigen Schwerpunkt dar. Die Schüler sollen zu einem kritischen
Umgang mit den neuen Medien geführt werden, wozu ganz wesentlich das Filtern von
Informationsangeboten gehört.
Medienpädagogische Schwerpunkte sind:
Auswählen und Nutzen von Medienangeboten
zur Unterhaltung,
zur Information,
zum Lernen,
zum Spielen,
zur Simulation,
zur Telekommunikation.
Eigenes Gestalten und Verbreiten von Medienbeiträgen
von Bildern und Fotos,
von Printmedien,
von Hörbeiträgen,
von Videobeiträgen.
Verstehen und Bewerten von Mediengestaltungen
von Darstellungsformen,
von Gestaltungstechniken,
von Gestaltungsabsichten,
von Gestaltungsarten.
Erkennen und Aufarbeiten von Medieneinflüssen
auf Vorstellungen,
auf Gefühle,
auf Verhaltensorientierungen,
auf Wertorientierungen,
auf soziale Zusammenhänge.
Durchschauen und beurteilen von Bedingungen der Medienproduktion und Medienverbreitung
von ökonomischen Bedingungen,
von rechtlichen Bedingungen,
von personalen und institutionellen Bedingungen,
von politischen und gesellschaftlichen Bedingungen.
Die grundlegenden Ziele sind, dass Schülerinnen und Schüler
Medien für das Lernen und Üben nutzen,
Medieninhalte kritisch reflektieren,
Medien im Unterricht selbst produzieren.
Jgst. 5:
Mit dem Programm "Computerschreiben in 4 Stunden"(ats)
erlernen alle Schüler die Computertastatur. Dabei wird nach dem Prinzip "Lernen
mit Assoziationen" vorgegangen. Nach diesen 4 Stunden erreichen die SchülerInnen
eine Anschlagszahl von mindestens 80 bis 100 Anschlägen pro Minute. Durch
Anwendung der erlernten Fertigkeit nach Ablauf des Kurses kann die
Geschwindigkeit sehr schnell verbessert und nach ca. 10 Tagen 120 bis 140
Anschläge erreicht werden.
Die Klassen werden für die Dauer des Kurses geteilt, nach dem vierstündigen Kurs
erhalten die ein-zelnen Gruppen für 2 - 3 Wochen eine tägliche Übungszeit von 20
Minuten.
Das gesamte Projekt nimmt 3 - 4 Wochen in Anspruch und wird von zwei dafür
ausgebildeten Kol-legen durchgeführt.
Jgst. 6:
Im Deutschunterrricht wird das Projekt "Märchen- oder Gedichtwerkstatt" durchgeführt. Die Märchen oder Gedichte werden mit Hilfe der Textverarbeitung WinWord erfasst und formatiert und im Fach Kunst am PC illustriert.
Textilgestaltung arbeitet mit Corel Draw zum Thema "Drucktechniken"; evtl. fächerübergreifend mit Mathematik (‚Mola‘).
Jgst. 7:
Das Fach Mathematik führt verschiedene Diagrammtypen ein, die in Erdkunde in Form von Klimadiagrammen mit Hilfe von Excel wieder aufgegriffen werden. Dazu beschaffen sich die Schüler auch aktuelle Klimadaten aus dem Internet und von der schuleigenen Wetterstation.
Jgst. 8:
Im Deutschunterricht wird eine Zeitungsseite erstellt. Die Schüler verfassen eigene Berichte im Unterricht und erfassen sie später mit der Textverarbeitung WinWord(Formatieren, inhaltliche Gestaltung, Layout). Die Schüler holen aus dem Internet aktuelle Nachrichten und ergänzen damit ihre eigenen Texte. Per e-Mail schicken sie Beiträge an einen fiktiven „Chefredakteur"(Schülerzeitung). Zur Zeit läuft dieses Projekt unter dem Namen "Zeus" in Zusammenarbeit mit der WAZ-Gruppe. Sollte dieses Projekt in den nächsten Jahren auslaufen, wird es in der o.e. Form dennoch fester Bestandteil des Unterrichts bleiben.
Die Photo-Ag stellt Photos bereit, die in digitalisierter Form eingefügt werden können.
Der Technik-Unterricht setzt ab Kl.8 das Programm AutoCad ein.
Im SW-Unterricht kommt das Simulationsprogramm "Bargeldlos zahlen" zum Einsatz. Zur Vorbereitung auf das Planspiel Börse werden Aktienkurse im Internet verfolgt und ein Muster-Depot geführt.
Jgst. 9:
Das Projekt Berufswahlvorbereitung wird von den Fächern
Deutsch und Politik durchgeführt. Die Schüler schreiben einen tabellarischen
Lebenslauf und ein Bewerbungsschreiben als Serienbrief am PC.
Ebenso können sich die Schüler Informationen, die das Netz bietet, über Firmen,
Ausbildungs- oder Bewerbungsmöglichkeiten beschaffen. Es wird zu prüfen sein, ob
auch typische Aufgaben aus Eignungstests am Computer gelöst werden können.
Jgst.10:
Im Biologie- oder Erdkundeunterricht wird mit Simulationsprogrammen wie „Agronet" gearbeitet.. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Informationsbeschaffung für das Erarbeiten von Referaten aus dem Internet.
Fächerübergreifend wird mit Simulationsprogrammen wie "Hydropolis" und "ecopolicy" gearbeitet.
Jahrgangsstufenübergreifend kommt der Computer zum Einsatz:
| Englisch: |
unterrichtsbegleitende Software |
| Deutsch: | Förderunterricht mit "addy" |
| Französisch: | Nutzung der Internet-Seiten der Uni Siegen(Prof. Overmann): "sites pedagogiques de la langue francaise": Vokabel-, Wortschatz- und Grammatiktraining e-mail-Projekte mit Austausch- und Partnerschulen |
| Mathematik | Förderunterricht mit "addy" |
| Geschichte: | ora et labora |
| Bio/Chemie: | Messwerterfassung mit dem System "cassy" |
| Erdkunde | win-welt(Topografie) Erfassen der Klimadaten der schuleigenen Wetterstation Erstellen von Klimadiagrammen |
| Technik | CAD-Programm Platinen-Layout-Programm |
| Photo | Digitale Bild- und Videobearbeitung |
| Berufswahlvorbereitung | CD-ROM "Mach´s richtig" |
| Musik | Komponieren am Computer Notendruck-Programm "capella" |
| Kunst | Digitale Fotos Virtuelle Museumsbesuche |
| Physik | Simulationsprogramme |
| Planspiel Börse | - online |
| Schülerzeitung | regelmäßiges Arbeiten an den "Ursel-News" |
| Klassen | stellen sich auf der Homepage der Schule dar |
| Im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich | Internetrecherche zu aktuellen Themen |
Die unterrichtspezifische Software wird laufend ergänzt.
Ein Hauptziel wird immer im Auge behalten:
Alle SchülerInnen sollen am Ende ihrer Schullaufbahn in der Lage sein ein Office-Programm (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Adressverwaltung, Präsentation) zu bedienen!
Attendorn, den 19. Februar 2003